Vorstellung / Unboxing Char-Broil Digital Smoker (Räucherofen)

Ich hatte das besondere Vergnügen, den digitalen High Tech Räucherofen (Smoker) von Char-Broil auszuprobieren. Dazu hat mir Char-Broil netterweise den Digital Smoker zum Testen zur Verfügung gestellt.
Wozu ein digitaler Smoker überhaupt gut ist, wie er zu bedienen ist und wie sich das Model von Char-Broil geschlagen hat, könnt ihr in unseren beiden Unboxing-Videos sehen oder hier in meinem kurzen Testbericht nachlesen.Der Digital Smoker von Char-Broil

Char-Broil Digital Smoker
Char-Broil Digital Smoker

Das Model weist einige interessante Features auf

  • Bis zu 8 Stunden Räuchern mit Räucherchips oder Pallets ohne nachzulegen
  • integriertes BBQ Thermometer zum Messen der Kerntemperatur
  • Warmhaltefunktion und bis zu 19 Std. Laufzeit
  • Temperaturbereich zwischen 38°C und 135°C
  • Fettauffangsystem und leicht zu reinigende Fettschale

Alles Infos zum Gerät könnt ihr auf der Website von Char-Broil nachlesen.
Tests und Rezepte von den Char-Broil BBQ Brothers findet ihr unter www.charbroil-on-tour.de

Aber wozu benötigt man überhaupt einen digitalen Smoker bzw. Räucherofen?

Die Einsatzmöglichkeiten für Smoker sind vielfältig.  Im Prinzip geht es darum, Fleisch, Fisch oder Gemüse mit Raucharomen zu verfeinern.
Klassisch werden z. B. Käse, Fisch, Schinken oder Speck geräuchert, was die Haltbarkeit der Lebensmittel nebenbei auch noch verlängert.
In eine andere Richtung geht das American Barbecue (BBQ). Hier geht es darum, das Grillgut bei niedrigen Temperaturen von 80°C bis 120°C langsam im Rauch zu garen bis es zart wird. Das typisch amerikanische Low & Slow BBQ.
Dafür gibt es unterschiedliche Smoker-Varianten, die meistens mit Holz, Holzkohle oder Gas betrieben werden.

Der entscheidende Vorteil eines Digital Smokers liegt in der Temperatursteuerung. In der Regel liegt die Schwierigkeit bei einem Smoker darin, die Temperatur auf einem konstanten Wert zu halten. Dazu muss mit der Luftzuführung und dem Brennmaterial gespielt werden, um den Smoker einzuregeln.
Der Digital Smoker nimmt einem diese Aufgabe ab. Man stellt die gewünschte Temperatur ein und der Smoker hält diese automatisch über mehrere Stunden konstant. Dabei muss aber nicht auf Raucharomen verzichtet werden, denn man kann mit Räucherchips oder Smoker Pellets für entsprechenden Rauch sorgen.

Soviel zur Theorie, und wie schlägt sich das Gerät in der Praxis?

https://youtu.be/s6FNt-jqNDw

Geliefert wird der Smoker gut verpackt auf einer kleinen Palette. Der kurze Aufbau lässt sich problemlos auch ohne Handwerkliche Fertigkeiten erledigen.
Die Anleitung ist gut beschrieben und alles zur Bedienung des Gerätes lässt sich gut dokumentiert nachlesen. Es liegen sogar ein paar Rezepte bei.

Zur Inbetriebnahme muss der Digital Smoker für 2 Stunden auf höchster Stufe laufen. Danach ist das Gerät “ausgebrannt” und steht für den ersten Einsatz bereit.

Wenn der Smoker schon mal aufgeheizt ist, sollte man ihn natürlich auch benutzen ;-). Deshalb habe ich mir für einen ersten Test ein Stück Roastbeef besorgt.
Ohne viel Aufwand, 1 -2 Stunden räuchern bei 130°C – das sollte eine lösbare Aufgabe sein.

Die Räucherchips legt man, wie in der Anleitung beschrieben, immer gleich beim Aufheizen mit ein. Nachdem der Digital Smoker nur mit einer Heizspirale heizt, dauert es einige Zeit, bis die Holzchips zu qualmen anfangen.

Für den ersten Test, verwende ich gleich die Methode “Kerntemperaturüberwachung”. Dazu benutze ich das interne Thermometer und der Smoker läuft so lange, bis die eingestellte Kerntemperatur erreicht ist.
Alternativ könnte man auch “auf Zeit” räuchern. Dazu stellt man die gewünschte Dauer ein (bis zu 19 Std.) und der Smoker läuft so lange, bis der Timer abgelaufen ist.
In beiden Fällen reduziert das Gerät am Ende automatisch die Temperatur auf 49 °C zum warmhalten.

Die Temperatur überwache ich zusätzlich noch mit meinem eigenen Thermometer. Dabei stelle ich fest, dass zum Einen die Temperaturunterschiede zwischen den einzelnen Ebenen nur ein paar Grad betragen, was ich klasse und gut gelöst finde und zum Anderen die Temperatureinstellung gut funktioniert und über die gesamte Dauer konstant gehalten wird.

Schön ist es, dass man die ganze Zeit von außen durch die Glastür spitzen und den Garprozess verfolgen kann (wenn der ganze Raum nicht gerade vom Rauch eingehüllt ist 🙂 ).

Die Fettwanne leistet ihren Dienst und fängt das heruntertropfende Fett gut auf. Eine Reinigung sollte hinterher kein Problem darstellen.

Nach erreichen der eingestellten  Kerntemperatur von 58°C, wird die Garraumtemperatur auf 49°C reduziert und ein unaufdringliches Piepsen signalisiert, dass es fertig ist.
Der Gargrad ist perfekt getroffen, das Fleisch ist mega zart und ein herrliches Raucharoma ist ebenfalls vorhanden.
Ich würde sagen, der erste Test ist geglückt und der Smoker hat einen wirklich guten Eindruck gemacht.

geräuchertes Roastbeef
geräuchertes Roastbeef

Weitere Rezepte, die ihr auf diesem Smoker machen könnt, findet ihr hier auf unserem Blog oder auf unserem YouTube Kanal http://youtube.deissenblog.de

Zusammenfassend, was sind die Vor- und Nachteile des Digital Smokers von Char-Broil?

Vorteile

  • Temperatur wird perfekt gehalten
  • kein Brennstoff (Holz, Kohle, Briketts, Gas) notwendig
  • kann mit Pellets und normalen Räucherchips verwendet werden
  • integriertes Kerntemperatur-Messgerät (Thermometer)
  • 19 Stunden Laufzeit mit Warmhaltefunktion
  • unterster Temperaturbereich bis 38°C
  • einfach und schnell zu reinigen
  • sehr leise
  • geringer Platzbedarf
  • einfache Handhabung

Nachteile

  • Stromanschluss wird benötigt
  • max. Temperatur nur bis 135°C
  • max. Räucherzeit von 8 Std., dann muss nachgelegt werden

Mein Fazit

Ich bin mit dem Digital Smoker mehr als zufrieden. Die wichtigste Aufgabe, die Temperatur dauerhaft konstant zu halten, meistert das Gerät tadellos. Und auch das Räuchern funktioniert einwandfrei. Das man mit normalen Holzchips räuchern kann finde ich gut, das sehe ich z.B. als Vorteil gegenüber einem Pellet Smoker.

Der große Vorteil liegt meiner Meinung nach aber in der Bequemlichkeit. Anschalten, Temperatur einstellen, Räucherchips einlegen, zurück lehnen und Beine hochlegen. Der Smoker macht seinen Job und nach der gewünschten Garzeit oder Kerntemperatur kann ich mein Grillgut fertig aus dem Smoker holen.
Das nimmt mir zwar den größten Spaß am BBQ und für echtes Feuer gibt es natürlich keinen Ersatz. Wer aber z. B. nur einen kleinen Balkon oder tatsächlich keine Lust am Doing, sondern nur am Ergebnis hat, für den ist das Gerät natürlich Perfekt.
Auch wer regelmäßig Longjobs wie Pulled Pork, Brisket oder Rippchen macht, freut sich, wenn er die Nacht durchschlafen und sich auf seinen Smoker verlassen kann.
Und wenn man dann nach 8 Stunden mal Räucherchips nachlegen muss, ist dass dann zu verschmerzen. Zumal in den meisten Fällen ein Räuchern in dieser Phase sowieso nicht mehr notwendig ist.

Ich persönlich würde mir das Gerät gerne zusätzlich auf meine Terrasse stellen. Es ersetzt aber nicht meinen Gas- oder Holzkohle Grill 😉

Wo bekommt man den Smoker?

Den Smoker könnt ihr z.B. hier kaufen

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