DIY Schneidebrett aus Holzlatten

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Für alle die ein XXL Schneidebrett suchen und am Besten auch noch ihr eigenes Design umsetzen möchten, habe ich hier eine einfache und schnelle Do it Yourself Anleitung für ein Schneidebrett aus Holzlatten.

Gerade fürs “Schnippeln” der Zutaten fürs Essen, ist ein großes Schneidebrett klar von Vorteil. Wenn man zwei oder drei Zutaten klein schneiden kann und trotzdem noch Platz auf dem Brett hat, ist das ein echter Zugewinn.

Die meisten Bretter, die man im Laden kaufen kann,  sind aber meistens nicht so groß oder sehen nicht gut aus. Da hab ich mir eine Alternative überlegt. Einfache Kiefernholzlatten – zusammengeklebt, abgeschliffen, angestrichen und eingeölt. Das hört sich doch nach ´nem Plan an 😉
Und der große Vorteil, Farbe und Größe des Brettes könnt ihr selbst bestimmen.

Für ein 60cmx40cm großes Brett benötigt ihr folgende Utensilien

  • 4x 2000x40mm Kiefernholzlatten
  • Holzleim, ich habe Wasserfesten genommen
  • Holzlasur
  • Hartwachsöl

Nachdem wir auf dem Holzbrett Lebensmittel zubereiten wollen, solltet Ihr bei den Materialien auf Qualität und Lebensmittelverträglichkeit achten.
Die Holzlatten müssen natürlich unbehandelt und für die Lasur bzw. Hartwachsöl habe ich mich für die Produkte von Clou entschieden.

Hartwachsöl von CLOU
Hartwachsöl von CLOU

Und so wird´s gemacht

Als erstes werden die Latten auf eine Länge von 60cm gekürzt. Insgesamt 12 mal.
Der Vorteil von Fichtenholz ist übrigens auch der, dass es ein Weichholz ist – das schont eure Messer. Die Schnitte sind zwar im Brett deutlicher Sichtbar aber ehrlich gesagt ist es mir lieber, wenn das Brett leidet, anstatt meine teuren Messer 🙂

Holzlatten auf die gewünschte Länge zurecht schneiden
Holzlatten auf die gewünschte Länge zurecht schneiden

Anschließend werden die gekürzten Stücke miteinander verleimt. Vorher gut von Staub und Unebenheiten befreien.
Zur Fixierung spannt ihr die Latten in Schraubzwingen. Achtet penibel darauf, dass die Latten auf einem geraden Untergrund liegen, sonst wölbt sich später euer Brett.
Wenn die Schnittkanten der Latten nicht hundertprozentig sind, ist das kein Problem. Achtet einfach darauf, dass eine Seite möglichst Bündig ist. Wenn der Leim ausgehärtet ist, werden wir die Seiten sowieso noch mal absägen.

Nach ein paar Stunden, oder besser über Nacht, sollte der Holzleim getrocknet sein und das Brett hält.
Jetzt beide Seiten am Besten noch mal gerade abschneiden. Damit haben wir links und rechts schon mal einen schönen Abschluss.

Die Seiten links und rechts nach dem trocknen bündig absägen
Die Seiten links und rechts nach dem trocknen bündig absägen

Jetzt heißt es schleifen. Mit einem Bandschleifer, Flex oder sonst einem Schleifgerät das Brett rundherum schön abschleifen. Wichtig, die Ober- und Unterseite sollte eine möglichst flache und ebene Fläche werden.
Die Kanten nicht vergessen und ebenfalls weich abrunden.
Ich habe dafür übrigens mit einem groben Schleifpapier vorgeschliffen, und dann mit einem feinen 240er nachgeschliffen. Die Oberfläche sollte sich zum Schluss samt weich anfühlen.

Das Brett rundherum abschleifen
Das Brett rundherum abschleifen

Wenn ihr mit dem Schleifen fertig seid, wird das Brett mit einem feuchten Lappen vom Staub befreit. Macht das sehr gründlich, sonst habt ihr nach dem Anstrich später feine Staubkörner in eurem Brett.

Wenn das Brett wieder trocken ist, könnt ihr es mit eurer Wunschfarbe lackieren.
Wem der Kiefern-Look gefällt oder keine Farbe auf seinem Schneidebrett möchte, kann den Schritt auch weglassen.
Jetzt solltet Ihr das Brett aber auf jeden Fall über Nacht trocknen lassen.

Mit Holzlasur farbig einlassen
Mit Holzlasur farbig einlassen

Als nächstes wird das gestrichene Brett noch mal mit einem feinen Schleifpapier kurz angeschliffen und wieder mit einem feuchten Lappen gesäubert.
Dann könnt ihr das Hartwachsöl auftragen. Mit Pinsel oder Lappen ist egal. Achtet einfach auf die Verarbeitungshinweise des Herstellers.
Ich habe das Brett 2 mal eingeölt, dann über Nacht trocknen lassen und am nächsten Tag noch mal eingeölt.
Jetzt noch ein bis zwei Tage trocknen lassen und fertig ist euer neues Schneidebrett.

Zur Pflege kann ich nur raten, lasst das Brett nicht im Wasser liegen. Nach Benutzung mit normalem Spülmittel reinigen und gut trocknen. Dazu am Besten aufrecht stellen.
Und natürlich regelmäßig einölen. Ihr könnt dafür auch ganz normales Öl verwenden. Ich verwende dafür immer raffiniertes Rapsöl.
Wenn das Brett beim Spülen sehr dunkel wird, ist das ein eindeutiges Zeichen dafür, dass ihr es wieder einölen müsst!
Und ca. einmal im Jahr wird das Brett kurz abgeschliffen und neu mit Hartwachsöl versiegelt. Das kommt aber ganz auf den Benutzungsgrad an.

Ansonsten müsst ihr auf nicht viel acht geben. Der Vorteil von Holzbrettern ist der, dass man das Brett einfach wieder abschleifen und neu einlassen kann. Wenn ihr z.B. mal einen heißen Grillrost aus Versehen darauf gelegt habt, oder rote Verfärbungen wie Tomatensoße nicht wieder rausgehen oder das Brett einfach schon sehr gebraucht aussieht, greift ihr einfach zur Schleifmaschine, nehmt 2mm bis 3mm ab und lasst es neu mit Hartwachsöl wieder ein.
Schon habt ihr wieder ein Brett das wie neu aussieht.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen und lasst eurer Kreativität freien lauf! Ihr könnt mir auch gerne Bilder von euren Schneidebrettern in den Kommentaren hinterlassen.

 

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